Haarwachstumsstörungen


Starker Haarausfall, dünner werdendes Haar und Haarwachstumsstörungen können verschiedenste Ursachen haben. Für die betroffenen Patienten sind sie oft eine starke psychische Belastung: Viele leiden schwer unter dem sich verändernden äußeren Erscheinungsbild. Daher ist es besonders wichtig die Vielzahl der verschiedenen Haarerkrankungen differentialdiagnostisch zu unterscheiden, um anschließend die richtige und effiziente Therapie auszuwählen.

In unserer Praxis führen wir zur diagnostischen Abklärung bei Haarwachstumsstörung neben der ausführlichen Anamnese und klinischen Untersuchung auch weitere Verfahren wie z.B. die Haarwurzeluntersuchung – Trichogramm oder das TrichoScan – durch.

Das Trichogramm ist eine standarisierte Untersuchungsmethode bei der eine mikroskopische Auszählung der verschiedenen Haarwurzelformen durchgeführt wird. Hierfür müssen mindestens 50 Haare epiliert werden. Nachteil dieser Behandlung ist neben der Schmerzhaftigkeit der Epilation die zusätzlich notwendige fünftägige Haarwaschkarenz.

Beim TrichoScan handelt es sich um eine Weiterentwicklung des klassischen Trichogramms mit digitaler Messung von Haarwachstum und Haarverlust. Mittels digitaler Auflichtmikroskopie und spezieller TrichoScan-Software kann man den Zustand der Haarwurzeln, die Haardichte und das Verhältnis von wachsenden zu ruhenden Haaren bestimmen. Für die Untersuchung wird ein kleines Kopfhautareal rasiert. Nach drei Tagen wird die Stelle gefärbt, nachwachsende (anagene) wie auch ruhende (telogene) Haare werden markiert und anschließend ein Videobild mit 20-facher Vergrößerung gespeichert. Die TrichoScan-Aufnahmen können vor und nach einer Therapie gemacht werden, wodurch sich detaillierte Aussagen über Erfolg oder Misserfolg der Therapie treffen lassen. Die Vorteile der TrichoScan-Untersuchung sind: Sie ist schmerzlos, lässt sich ohne Haarwaschverbot durchführen, ist reproduzierbar und die Ergebnisse können direkt digital archiviert werden.